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Geschichte


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Geschichte

Schulkinder nach einem Ausflug

Die Anfänge des Schulwesens

Die ersten Anfänge der Schulgeschichte in Unterigling, Oberigling, Hurlach und Holzhausen zeigen große Ähnlichkeiten, da sie ein Spiegelbild des damaligen Schulwesens waren.

In den Dörfern gab es im Gegensatz zu den Städten lange kein geregeltes Schulwesen. In Pfarrschulen unterrichteten meist nicht die Pfarrer selbst, sondern ihre Mesner ohne jegliche Lehrerausbildung.
Der Unterricht fand in ihren eigenen meist sehr engen Wohnstuben statt. Viele Eltern schickten ihre Kinder gar nicht in die Schule, da ein hohes Schulgeld bezahlt werden musste. Zudem fand der Unterricht oft nur in den Wintermonaten statt, da die Kinder zuhause jäten und hüten mussten.

Die ersten "Lehrer"

In Hurlach ist im Jahre 1658 die erste Nachricht über eine Schule datiert. Der Mesner hielt allerdings nur im Winter Unterricht.

Der erste "Ludimagister", d.h. Schulmeister ist in Holzhausen 1692 erwähnt.

In Oberigling kann man schon 1621 von einem "aedituus" (Mesner und Lehrer) lesen.

Dass Unterigling erst nach Oberigling einen Lehrer hatte, zeigt ein Hinweis in der Kirchenrechnung, in der zu lesen ist, dass für die kirchlichen Feste der Oberiglinger Schulmeister besoldet wurde. 1744 ist für Unterigling von einem eigenen Schulmeister die Rede.

 

geregelter Unterricht

1802 kam die endgültige Einführung der Schulpflicht für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Damit gab es einen festen Unterricht für alle Kinder. Für Lehrer wurde mit Vorbereitungslehrgängen eine allgemeine Lehrerausbildung eingeführt.
Ab 1818 wurden die Volksschulen dann gemeindliche Anstalten

Oberiglinger Schulkinder 1923
 

Schulhäuser

Die Gemeinden versuchten Schulzimmer möglichst einfach zu bauen oder Neubauten lange hinauszuziehen um die Baulasten möglichst gering zu halten.

In Ober- und Unterigling waren die ersten Schulzimmer in bäuerlichen Anwesen untergebracht.

 

 
Das Oberiglinger Schulhaus im Jahr 1967.

Das erste Schulhaus in Oberigling steht an der Ecke Schulstraße/Geiselsberg und wurde später Lehrerwohnhaus. 1878 errichtete man in diesem Garten ein ebenerdiges Schulhaus, das 1972 abgerissen wurde.

 

Die Schule in Unterigling befand sich vermutlich im Anwesen nördlich der Schmiede. Im Jahre 1866 war ein Neubau unumgänglich und so wurde die Schule wegen des Lärms der benachbarten Schmiede verlegt und ostsüdöstlich der Kirche gebaut. 1971 wurde sie zugunsten des neuen Unteriglinger Friedhofes abgerissen.

Das Unteriglinger Schulhaus neben der Schmiede
1914, das Schulhaus an der Stelle des jetzigen Unteriglinger Friedhofs
 

In Hurlach und Holzhausen wartete man trotz Baufälligkeit der alten Schulhäuser länger mit einem Neubau. In beiden Orten entstanden deshalb für die damalige Zeit großzügige, freundliche Schulhäuser im Jugendstil nach modernen schulpädagogischen Gesichtspunkten.

 

Das Hurlacher Schulhaus wurde 1905 errichtet.

 

In Holzhausen entstand das Schulgebäude 1913.

 

Schulsprengel

1940 wurden die Gemeinden Unter- und Oberigling zu einem gemeinsamen Schulsprengel vereinigt, was man bereits 100 Jahre vorher versuchte, aber am Widerstand der Bevölkerung scheiterte. Er hieß "Schulsprengel Unterigling". Ab 1940  gingen also die Oberiglinger und Unteriglinger Kinder in die gleiche Schule. Die Klassen 1 bis 4 in Oberigling und die Klassen 5 bis 8 in Unterigling.

Schulverband

Im Zuge der Landschulreform 1965 war es der Wunsch der Regierung, Schulen zu Einrichtungen mit acht Klassen zusammenzulegen.

Nach vielen Verhandlungen stand der Entschluss fest, in Igling ein neues Schulhaus zu bauen und Hurlach mit ins Boot zu holen.

 

 

Nachdem 1978 Holzhausen in die Gemeinde Igling mit eingebunden wurde, besuchten auch die Schüler von Holzhausen die Iglinger Schule.

Immer wieder war es notwendig aus Platzgründen Klassen in den Unteriglinger Pfarrhof, in das Feuerwehrhaus oder in den Kindergarten auszulagern.

 

Es war unumgänglich das Schulhaus 1997/98 zu erweitern und zu sanieren.

2006 wurden die Außenanlage mit einem integrierten Verkehrsübungsplatz und die Parkplätze neu gestaltet.

Eingangsbereich
Ostseite
Südseite
Pauseninnenhof